Das LDAP-Verzeichnismodell basiert auf Einträgen. Ein Eintrag ist eine Sammlung von Attributen, die einen Namen hat. Dieser Name wird “Distinguished Name” (DN) genannt. Der DN wird benutzt, um sich auf den Eintrag eindeutig zu beziehen.
Jedes der Attribute eines Eintrags hat einen Typ und einen oder mehrere Werte. Die Typen sind kurze einprägsame Zeichenketten, beispielsweise “cn” für “Common Name” oder “mail” für E-Mail-Adresse.
Die Werte hängen davon ab, von welchem Typ ein Attribut ist. Beispielsweise könnte ein Mail-Attribute den Wert “test@info.de” enthälten. Ein jpegPhoto Attribut würde ein Bild in einem binären JPEG/JFIF Format enthalten.
Die Verzeichniseinträge werden in einer hierarchischen baumartigen Struktur gespeichert, die die darzustellenden Gegebenheiten widerspiegelt. Einträge, die Länder repräsentieren erscheinen an der Spitze des Baumes. Darunter sind Einträge, die nationale Organisationen eingeordnet. Hierunter könnten Einträge sein, die Menschen, Organisationseinheiten, Drucker, Dokumente oder eben alles, woran man denken kann, angeordnet sein.
Zusätzlich erlaubt LDAP zu steuern, welche Attribute erforderlich und welche in einem Eintrag erlaubt sind. Hierfür wird das spezielle Attribut, das “objectclass” genannt wird, verwendet. Die Werte des objectclass-Attributes bestimmen die Regeln des Schemas, denen der Eintrag gehorchen muss.
LDAP definiert Operationen zur Abfrage und zum Update des Verzeichnisses. Diese Operationen sind “Hinzufügen”, “Löschen”, “Ändern des existierenden Eintrags”, “Ändern des Names des existierenden Eintrags”. Meistens wird LDAP zur Suche nach Informationen in dem Verzeichnis benutzt. Hierzu kann man einen Suchfilter angeben.
Quelle: http://www.umich.edu/~dirsvcs/ldap/doc/guides/slapd/1.html#RTFToC1